Mittwoch, 9. April 2014

Geburtstage

Die letzten Wochen hatten es in sich. Theolino feierte seinen dritten Geburtstag und es galt so viele Dinge vorzubereiten.

Unter anderem wollte ich ihm ein Geburtstagsshirt nähen, auf dem geschrieben steht "Ich bin schon 3". Das habe ich bei einer lieben Nähfreundin schon mal gesehen und sie war es auch, der ich den Stoff zum Besticken geben durfte. Da wir aber Samstag, Sonntag und Montag Geburtstag feierten, dachte ich mir, es wäre vielleicht besser, noch ein zweites Shirt zu machen, um im Fall des Falles mal wechseln zu können.

Der Schnitt ist das Raglanshirt "Jonte" von Lolletroll, welches ich sehr liebgewonnen habe. Ich finde den Schnitt gerade für Jungs super, er wirkt so sportlich.



Das blaue Shirt entstand als erstes, es ist wohl etwas lang geworden, weshalb ich dann das zweite, rote ein wenig kürzer genäht habe. Mein Problem, das ich habe, ist, dass ich die Bündchen am Halsausschnitt immer zu weit mache, weshalb sie dann unschön wegstehen. Theolino verstärkt das Problem dann noch mehr, weil er immer eine Hand in den Halsausschnitt steckt, wenn er müde ist. Wie ein kleiner Napoleon. Das macht er sogar bei Rollkragenpullis, so dass diese nach einem Mal tragen auch keinen Rollkragen mehr haben, sondern eher einem Wasserfallausschnitt ähneln.

Für das besagte Geburtstagswochenende wollte ich es mir auch nicht nehmen lassen, zwei Torten zu machen. Eine für die Familienfeier - Theolino wünschte sich eine Torte mit Tieren, ich wollte unbedingt eine Fondanttorte machen, um das ein wenig zu üben. Die Ausstecher für die Tiere hat Theolino sich selbst ausgesucht.



Die Torte entstand innerhalb von insgesamt zwei Tagen. Am ersten Abend habe ich sie gebacken - nach einem Rezept aus dem Buch "Die Backfee Zuckersüß"(sehr empfehlenswert!!).  Gleichzeitig habe ich die Ganache vorbereitet. Am nächsten Tag am Vormittag habe ich die Torte mit Buttercreme gefüllt und mit Ganache eingestrichen. Am Abend konnte ich sie dann endlich eindecken. Das Fondant habe ich selbst mit Lebensmittelgelfarben eingefärbt. Das Überziehen ging problemloser als ich dachte, und da ich drunter die Ganache schön glatt gestrichen habe, war auch das Fondant darüber sehr eben. Zu einer Tiertorte musste meiner Meinung nach ein Zaun außen rum, den habe ich auch aus Fondant gebastelt. Die Tiere auf der Torte habe ich aus Marzipan ausgestochen. Das Ergebnis ist zwar nett, aber ich denke, es hat noch einiges an Verbesserungspotenzial zu bieten.

Die zweite Torte, die ich machte, war eine Zugtorte. Eine solche habe ich Theolino schon letztes Jahr zum Geburtstag gemacht und er hat sie sich so sehr auch dieser Jahr wieder gewünscht. Da sie für die Kindergeburtstagsparty gedacht war, passte das ganz gut, denn so konnte jedes Kind einen eigenen Wagon essen. Der Teig war ein einfacher Rührteig, ich habe ihn extra nicht gefüllt und nur außenrum verziert.



Nun steht demnächst der Geburtstag meiner süßen Nichte an und da ihre Eltern so begeistert von Theolino's Shirts waren, musste ich ihr auch gleich eins machen. Ich nähe ja so gerne auch mal Mädchensachen - in diesem Falle war es ja eh auch "nur" ein Jonte, aber eben in Mädchenfarben. Ein zweites Shirt mit kurzen Ärmeln hab ich auch gleich noch gemacht. Und beide waren meine ersten Nähstücke, die ich mit meiner nigelnagelneuen Overlockmaschine genäht habe. Ich bin schon etwas stolz auf mich ;) und bin wirklich überrascht, wie viel schneller man mit so einem Wunderding ist.



So und über meine Erfahrungen mit meiner lieben neuen Overlockmaschine berichte ich euch demnächst.

Montag, 24. März 2014

Sonntagsnähkränzchen

Puh, jetzt ist aber wirklich lange Zeit vergangen, ohne dass ich meine Nähmaschine auch nur ansatzweise angegriffen hätte und was schönes produziert hätte. Immer ist irgendwas, was vom Nähen abhält. Es ist ja sowieso Tatsache, dass ich mich nur vormittags, wenn Theolino im Kindergarten ist, oder abends, wenn ebendieser schläft, hinter die Nähmaschine setzen kann.
Vormittags sind dann aber so viele andere Dinge zu tun - der Haushalt gehört ja auch irgendwann gemacht - dass zum Nähen kaum Zeit bleibt. Und abends ist das eine gefährliche Sache, denn wenn ich mit Theolino schlafen gehe, kann man fix davon ausgehen, dass nicht er zuerst schläft, sondern ich. Und wenn ich dann von Theolino's Papa geweckt werde, bin ich so durch den Wind und unmotiviert, dass ich den Rest des Abends eigentlich auch keine Lust mehr auf Nähen habe.
Noch dazu kommt, dass jetzt erst Theolino krank war und dann mich natürlich auch ansteckte. Dann liegt man elend am Sofa rum und hat zu sowieso nichts Lust, denkt sich nur, wie schön es jetzt wäre, sich hinter die Nähmaschine zu setzen und ein Projekt nach dem anderen anzugehen.

Jetzt sind wir aber alle wieder gesund und der normale Alltag hat uns wieder und so kam es, dass ich gestern einen schönen Nähsonntag mit zwei ganz lieben ebenso nähbegeisterten Mädels verbringen durfte. Die zwei haben sich schon öfters mal zum gemeinsamen Nähen getroffen und diesmal war ich also auch das erste Mal dabei. Es war ein wirklich netter und schöner Nachmittag, mit viel Platz und Zeit um endlich mal langersehnte Nähprojekte zu starten; Dinge, die lange halbfertige in der Gegend rumlagen fertigzustellen; oder kleinere Sachen von A bis Z anzufangen und am selben Tag abzuschließen.



Mit ein bisschen Vorarbeit in den Tagen davor zu Hause - Zuschneiden, Vlies aufbügeln, etc. ergeben sich dann tatsächlich ein paar reine Nähstunden. Bei mir entstand zwar insgesamt viel weniger als meinen lieben "Kolleginnen", aber ich bin auch die einzige unter uns gewesen, die NOCH keine Besitzerin einer Overlockmaschine ist, und brauchte dadurch natürlich mindestens doppelt, wenn nicht sogar dreimal so lang für ein Werk, wie die beiden. Aber das liegt auch daran, dass ich generell eher eine langsame Näherin bin ;-)

Geburtstagsshirt für Theolino

Schnabelina-Bag

Ein großer Dank gilt unseren Männern, die sich an diesem Sonntagnachmittag so toll um unsere Kinder kümmerten und den Mamas einen so netten kinderfreien Nachmittag ermöglichten!

Und auch ein großes Danke an die beiden nähbegeisterten Mädels, die mich zu ihrem Nähkränzchen eingeladen haben!

Dienstag, 25. Februar 2014

Toni trifft Theolina

Nachdem ich bis jetzt eigentlich nur Dinge für Theolino genäht habe, dachte ich mir, jetzt bin aber auch mal ich dran. Da kam es mir sehr gelegen als "Das Milchmonster" ein nigelnagelneues eBook für ein Jerseykleid herausgegeben hat. "Das muss ich nähen" war mein erster Gedanke, als ich es sah, ich liebe ja genau solche Kleider, trage sie sehr gerne zu Leggings und die "Toni" schien perfekt für diese Nutzung, aber auch für so viele andere Anlässe und Stile, sie scheint einfach sehr wandelbar.

So hab ich mir also das eBook zugelegt und jetzt mal ein Probekleid aus billigerem Jersey genäht, um zu sehen, wie mir der Schnitt prinzipiell passt und welche Größe für mich die richtige ist. Das Kleid ist schnell gemacht und so gut beschrieben, dass auch blutige Anfänger damit klar kommen.

Wenn ich mal wieder zum Stoffeinkaufen komme, muss ich endlich mal ordentliche Stoffe für mich kaufen und dann wird sicher noch die ein oder andere "Toni" für mich entstehen.


Mittwoch, 5. Februar 2014

Meine Nerven!

Puh, da hab ich mir ja was ganz schön kniffliges ausgesucht. Mein neuestes Projekt war die "Relaxed Fit" aus der Ottobre 1/2014. Von der letzten Jogginghose, die ich Theolino genäht habe, war er ja nicht sehr begeistert, die fristet jetzt ihr Dasein im dunklen Kleiderschrank. Theolino ist einfach vernarrt in seine Strumpfhosen, was anderes kommt ihm gar nicht an die Beine.
Tja, ich hab mich trotzdem drübergetraut und eine neue Hose begonnen - vielleicht mag er den Schnitt oder/und das Design ja lieber.

Was ich ja gar nicht gern mache ist Schnittabzeichnen und Zuschneiden. Aber auch das muss sein. Also, aus diesen Teilen sollte also die neue Hose entstehen:


Ja und dann gings ans Nähen. Eins muss ich gleich mal sagen: Ich hab nicht nur einen Versuch gestartet, diese Hose zu machen. Die Beschreibungen in der Ottobre sind nicht unbedingt anfängergeeignet und durch die Übersetzung aus dem Finnischen oft ziemlich kompliziert. Deshalb hab ich mir echt schwer getan zu verstehen, wie diese Taschen vorne nun wirklich angebracht werden und wie diese Streifenversäuberung funktionieren soll. Nachdem ich ein paar Tipps erhalten hab und etwas improvisiert habe, habe ich aber ganz akzeptable Taschen hinbekommen.




Auch die hinteren Taschen hab ich so zum ersten Mal gemacht. Um diese Rundung gut hinzubekommen, muss man sich ja aus Karton eine Schablone machen. Nachdem ich erst ein wenig skeptisch war, sah das aber dann wirklich gut aus und war leicht zu nähen.




(Und wer genau hinsieht, dem fällt auf, dass die Taschen zu klein geworden sind - die Markierung passte nicht - beim nächsten Waschen ist die aber weg.)

Dieses Stück ist das erste, bei dem ich mit Flatlockstich genäht habe. Auch das war Learning-by-Doing, denn erstmal hab ich die Naht nicht genau auf die Kante gesetzt, sondern etwas daneben, wie man bei der oberen Naht der Beinstreifen gut sehen kann. Ich wollte die Naht aber nicht mehr auftrennen und habs jetzt mal so gelassen. Für das nächste Stück weiß ich jetzt Bescheid. ;)


Bin mal gespannt, wie Theolino seine neue Hose gefällt. Ein Tragefoto folgt hoffentlich auch noch. Zum Vergammeln im Kasten war die Hose viel zu viel Arbeit, ich weiß gar nicht wie lang ich dran gesessen bin, aber es war lange!! Sie hat mich aber in meinem Anfängerwissen sehr viel weiter gebracht - ein gutes Lehrstück!

Hier noch ein Foto von der "Jawepu" und der "Relaxed Fit" - gemütliche Kombi zum Spielen.


Farblich stimmen die Fotos übrigens nicht so ganz. Der Stoff ist intensiver blau - das Foto der Zuschnittteile kommt ganz gut hin.

Sonntag, 2. Februar 2014

Aller Anfang ist gar nicht so schwer

Letztens hatte ich das Vergnügen einen Tortendekorkurs bei Cupcakes Wien machen zu dürfen. Ich wollte schon immer wissen, wie man runde Torten so perfekt mit Fondant überziehen kann, ohne dass irgendwo Falten entstehen und genau das lernt man dort.
Erstmal haben wir erfahren, wie eine Torte vorbereitet sein muss, damit man sie überhaupt mit Fondant überziehen kann, wir haben das weiße Fondant selbst eingefärbt und wir haben schließlich einen Tortenrohling überziehen dürfen. Das war gar nicht so knifflig, wie ich mir immer dachte - einfach Fondant ausrollen, drüberlegen, gleichmäßig andrücken, abschneiden, fertig.
Außerdem wurde noch gezeigt, wie man Rosen aus Fondant (oder auch Marzipan) herstellt. Das muss ich noch üben, aber dazu eignet sich Plastilin genauso, ich hab Theolino schon ganz viele Plastilin-Rosen gezaubert.

Ich werde jetzt sicher öfters mal so eine Torte machen und meine Technik perfektionieren, ich hab nämlich den ehrgeizigen Plan, unsere Hochzeitstorte selbst zu machen. Da kann man nämlich wirklich viel Geld sparen und es schaut trotzdem toll aus.

So, und das ist jetzt also das Ergebnis des Kursabends: